Samstag, 17. September 2011

Die fünfte Jahreszeit

"Wenn der Sommer vorbei ist und die Ernte in die Scheuern gebracht ist, wenn
sich die Natur niederlegt, wie ein ganz altes Pferd, das sich im Stall hinlegt,
so müde ist es - wenn der späte Nachsommer im Verklingen ist und der frühe
Herbst noch nicht angefangen hat - dann ist die fünfte Jahreszeit."
- Kurt Tucholsky´s "Die fünfte Jahreszeit" -


 
Die Blätter verfärben sich schon, und man kann die ersten Blätter auf den Strassen finden, die die umliegenden Bäume einfach losgelassen haben. Es ist eine Zeit der Ernte, der Fülle, aber auch eine Zeit des Abschiedes, denn die warme Jahreszeit geht zu Ende - man fühlt es in dem kühlen Wind, der das schöne Wetter begleitet.
Die Weberweibchen sind stets beschäftigt und weben ihre Netzte, stets darauf bedacht, gute Nahrung zu fangen... denn wer gut webt - der gut fängt... und das nährt ihn gut.

Was nährt mich? Ich bmerke, wie ich achtlos Dinge in mich stopfe - auch wenn sie vegan sind, heißt das noch lange nicht, dass sie auch gesund sind... Leckere vegane Kekse hier - leckere vegane Schokoade dort.. und anderes... Nährt mich das?
Es befriedigt meine Gelüste, aber es nährt mich nicht wirklich - und besonders gut ganz sicher nicht :)

Es ist mal wieder an der Zeit, mir einen Plan zu machen - wieder lernen, mich zu nähren... ich gehe hinaus zu den Weber-Weibchen... schaue ihnen zu, wie fleißig sie ihre Netze weben - sie strengen sich an - geben ihr Bestes... ich geben nicht mein Bestes - gebe mir teilweise noch nicht mal Mühe...
Wioe fühle ich mich nach dem Stück Süßkrams? Wo liegt der Unterschied zu einer ausgeglichenen MAhlzeit? Warum verlangt es mich nach Süßkrams? Was fehlt mir? Brauche ich mehr Geborgenheit??


Ein wärmendes Curry aus Kichererbsen, Auberginen, Tomaten und Paprika - dazu Naan-Brot... das nährt mich - das lehrt mich (besser auf mich acht zu geben)

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